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A

Abteilung
Einheit meist in Batailionsgröße. Bestehend z.B. aus Panzer oder Artillierie. Ausnahmen von der Standardgröße sind die Armeeabteilung und die Korps-Abteilung.
Annektierung
Wenn ein Staat einen anderen sich einverleibt (annektiert). Dabei wird das einverleibte Gebiet nominell zum Teil des Mutterlandes und nicht als erobertes Gebiet betrachtet. So annektierte das Deutsche Reich nach dem Westfeldzug z.B. Elsaß-Lothringen.
Ansaldo
Italienischer Rüstungskonzern. Wurde 1932 von der IRI übernommen. Stellte unter anderem Kanonen und Panzerfahrzeuge her. Die Mitarbeiterzahl steigerte sich von ca. 22.000 im Jahr 1939 auf ca. 35.000 im Jahr 1943.
Armee
Militärischer Großverband. Bestehend aus mehreren Korps.
Armee-Abteilung
Die Armee-Abteilung ist größer als ein Korps, aber kleiner als eine Armee. Meist durch die Zusammenlegung mehrerer Korps innerhalb einer Armee entstanden.
Armeegruppe
Bis 1943. Dies waren meist zwei oder drei benachbarte Armeen. Die Kontrolle wurde meist einem Armeestab unterstellt.
Artillerie
Begriff für Geschütze die für indirektes Feuer ausgelegt sind. Dazu zählen u.a Rohrartillerie und Raketenartillerie.

B

Bataillion
Verband aus mehreren Kompanien. Meist einem Regiment zugeteilt.
Batterie
Gleiche Größe wie eine Kompanie. Allerdings nur für Einheiten die aus der Artillierie- oder Flugabwehrgattung kommen.
Bazooka
Ein rohrverschossenes Geschütz zum Einsatz gegen Panzer. Kann wieder geladen werden. Eingesetzt von der US-Armee. Bedienung erfordert 2 Mann. Basierend auf der Hohllandung. Siehe auch Panzerschreck.
Bergungspanzer
Ein speziell für die Bergung anderer Panzer ausgerüsteter Panzer. Die Waffen wurden meist komplett entfernt und gegen Seilwinden etc. ausgetauscht.
Bersaglieri
Italienische Elitetruppe aus Scharfschützen.
Betonstahl
Mit aus Metallstäben oder Metallmatten verstärkter Beton, zum Bau von Bunkern verwendet.
Boxermotor
Als Boxermotor werden Motoren bezeichnet, bei denen sich die Zylinder um 180° leicht versetzt gegenüberliegen. Carl Benz erfand den von ihm "Contra-Motor" genannten Motor im Jahre 1896. Er wurde z.B. beim Panzerkampfwagen I benutzt.
Brigade
Verband aus zwei oder mehr Regimentern. Brigaden dienten meist als unabhängige Einheit oder als organisatorischer Teil einer Division.
Bunker
Ein meist aus Stahlbeton bestehender Unterstand. An wichtigen Stellen zur Verteidigung gebaut. Ausgerüstet mit MGs und/oder Panzerabwehrkanonen. Schutz durch die große Wandstärke.

C

Chrom
Zähes Metall das als Legierungszusatz verwendet wurde. Zeichen Cr, Ordnungszahl 24, Dichte 7,2.

D

Düsentriebwerk
siehe Strahltriebwerk.
Direktes Feuer
Das Projektil fliegt in einer geraden Flugbahn auf sein Ziel zu. Direkt schießen z.B. Panzer und Pak.
Division
Ein Verband aus mehreren Regimentern. Meist einem Korps zugeteilt.
Drall
Im Rohr oder Lauf eingeschnittene Züge die schraubenförmig auf das Ende zu laufen. Sie verleihen dem Projektil eine Drehung um die Längsachse. Dies wird Drall genannt. Der Drall dient zur Flugstabilisierung des Geschoßes und verleiht ihm so eine höhere Genauigkeit.

E

Eierhandgranate
Die geläufigste Art der Handgranate. Ihre Form ähnelt der eines Eies.

F

Füsilier
Ein Infanterieverband mit Aufklärungskapazitäten. Ersetzte Mitte des Krieges das Aufklärungsbataillion innerhalb der Infanteriedivision.
Feldgendarmerie
Militärpolizei im Einsatzgebiet.
Feldkommandantur
Der Sitz des Kommandanten im Feld.
Festung
Von Hitler ausgewählte Städte die zur Festung ausgebaut werden sollten. Diese Festungen sollten bis zum letzten Mann gehalten werden und so feindliche Kräfte binden.
Feuerstellung
Der Ort von dem z.B. das Geschütz oder der Raketenwerfer geschossen hat. Um Gegenschläge zu vermeiden mußten speziell die Raketenwerfer aufgrund der sichtbaren Rauchspur ihrer Raketengeschosse ihre Feuerstellung oft wechseln.
Flak
Gebräuchliche Abkürzung für Flugabwehrkanone. Siehe Flugabwehrkanone.
Flakpanzer
Panzer bzw. Halbkettenfahrzeuge mit aufgesetzten Flakgeschützen zum Schutz der Truppe vor Luftangriffen.
Flammenwerfer
Ein Gerät zum verspritzen einer brennenden Flüssigkeit. Das Öl wird meist durch Gasdruck oder mechanisch (bei Panzern) aus dem Tank gedrückt und an der Austrittsöffnung entzündet. Hohe moralische Wirkung auf den Gegner.
Froschmann
Die Froschmänner sind Kampfschwimmer die an feindliche Schiffe (in Häfen) heranschwimmen um sie durch Haftladungen zu zerstören.

G

Gestapo
Abkürzung für Geheime Staatspolizei.
GMC
Abkürzung für Gun Motor Carriage (=Selbstfahrlafette).
Granatwerfer
Aus dem 1. Weltkrieg stammendes Steilfeuergeschütz. Eingeführt um verschanzte Soldaten durch indirektes Feuer bekämpfen zu können. Wurde von der Infanterie eingesetzt. Kleine Kaliber zwischen 8-12cm wurden eingesetzt. Prinzip dem Mörser ähnlich.

H

Handgranate
Ein dem Gegner zugeworfene Sprengladung mit hoher Splitterwirkung. Siehe auch Eierhandgrante oder Stielhandgranate.
Haubitze
Ein Geschütz mit einer möglichen Erhöhung bis zu 65°. Konnte sowohl zum Steil- als auch zum Flachfeuer verwendet werden. Wurden als universelle Geschütze eingesetzt.
Heeresgruppe
Militärischer Großverband aus mehreren Armeen. Größte organisatorische Einheit aus mehreren hunderttausend Mann. Zum Beispiel die Heeresgruppe Afrika, dort waren alle in Afrika kämpfenden Einheiten eingegliedert.

I

Indirektes Feuer
Das Projektil fliegt in einer gekrümmten Flugbahn auf sein Ziel zu. Indirekt schießen z.B. Mörser und Rohrartillerie.
Invasion
Der Einfall eines Staates in das Gebiet eines verfeindeten Staates. Das Ziel ist meist die Unterwerfung des Staates. Sie kann sowohl über Land (Deutschland - Polen) als auch über See (Normandie 1944) geschehen.
IRI
Abkürzung für Istituto per la Ricostruzione Industriale.
Istituto per la Ricostruzione Industriale
1933 gegründete staatliche Holding. Italien versuchte damit die drei wichtigsten vom Konkurs bedrohten italienischen Banken zu retten. Durch den Erwerb der Banken durch die Holding wurde der Staat zu einem großen Aktieninhaber. Dadurch fielen einige wichtige Firmen defacto in Staatsbesitz. 1937 wurde aus dem Provisorium eine dauerhafte öffentliche Anstalt.

J

Jabo
Abkürzung für Jagdbomber.
Jagdbomber
Ein Mehrzweckflugzeug. Es wird sowohl als Jagdflieger als auch als leichter Bomber verwendet. Ausgerüstet mit kleinen Bomben oder Raketen macht es Jagd auf gegnerische Einheiten. Ein bekannter Jagdbomber war die amerikanische P-47 Thunderbolt.
Jagdpanzer
Panzer mit meist stärkerer Kanone als Turmpanzer der gleichen Zeit. Speziell zum Kampf gegen andere Panzer konzipiert. Oftmals ohne Turm.

K

Kaliber
Innendurchmesser der Rohre von Geschützen, Pistolen und Gewehren etc.. Auch Seelenweite genannt. Man unterscheidet zwischen Bohrungskaliber und Zugkaliber.
Kamikaze
Japanisch für "göttlicher Wind". Japanische Piloten die sich mit ihren Flugzeugen auf die amerikanischen Schiffe stürzten um die drohende Niederlage noch abwenden zu können.
Kampfpanzer
Ein gepanzertes Kettenfahrzeug mit einem drehbaren Turm. Gedacht zum Eindringen in feindliche Linien. Avancierte im 2. Weltkrieg zu einem der wichtigsten Kriegsgeräte.
Kettenkrad
Motorrad bei dem der hintere Teil mit Ketten anstatt Reifen ausgerüstet war.
Kolonne
Eine militärische Marschformation in der die Fahrzeuge eine Reihe bilden.
Kommandant
Befehlshaber eines bestimmten Ortes oder eines Kampfmittels (Panzer, Schnellboot etc.).
Krad
Abkürzung für Kraftrad (Motorrad).
Kradschütze
Soldat mit einem Motorrad.
Kruppsport
Landsername für den deutschen Panzerkampfwagen I.
Kwk
Abkürzung für Kampfwagenkanone.

L

Landser
Soldatenbezeichnung für Soldaten im Mannschaftsrang.
Laufrolle
Die Laufrolle liegt direkt auf der Kette. Gegen Ende des Krieges wurden große Laufrollen verwendet und die kleinen Stützrollen weggelassen. Die Laufrollen haben großen Einfluß auf die Fahreigenschaften des Panzers.
Laufwerk
Bei Kettenfahrzeugen die Gesamtheit von Ketten, Triebrädern, Lauf-, Umlenk- und Stützrollen sowie Federung. Es gibt verschiedene Varianten z.B. das Christie-Laufwerk.
Luftwaffe
Name der Luftstreitkräfte Deutschlands.

M

Maginotlinie
Französisches Festungswerk an der Grenze zum Deutschen Reich. Wurde aufgrund des Stellungskrieges erbaut.
Mangan
Sprödes Element zur verbesserung der Stahlqualität z.B. für den Panzerbau. Zeichen Mn, Ordnungszahl 25 und eine Dichte von 7,20-7,47.
Maschinengewehr
Ein automatisches Gewehr. Der Ladevorgang wird durch den Rückstoß oder durch die Pulvergase ausgeführt. Sehr hohe Feuerkadenz und große Reichweite. Kaliber meist die selbe Größe wie bei Karabinern.
Maschinenpistole
Kleines schnell feuerndes Gewehr. Für den Nahkampf gedacht. Nicht sehr genau.
Maybach
Hauptlieferant der deutschen Panzermotoren vor und während des Zweiten Weltkrieges. Ansässig in Friedrichshafen am Bodensee
Mörser
Ein schweres Steilfeuergeschütz mit einem Kaliber von 21 cm aufwärts. Schießen mit einer Erhöhung von mehr als 45°. Ähnlich dem Granatwerfer. Sie gehören zu der Artillerie. Siehe z.B. 42-cm Gamma Gerät.
Mündungsbremse
Vorrichtung am Ende des Geschützrohres. Durch die Umkehrung der dem Projektil nachströmenden Pulvergase wird der Rückstoß abgeschwächt. Dies ermöglichte den Einbau von größeren Kanonen in Panzer.
MG
Abkürzung für Maschinengewehr.
Militärstrategie
Teil der nationalen Strategie, welche die Entwicklung und Anwendung militärischer Macht zur Erreichung und Umsetzung nationaler Ziele und Interessen aufzeigt. Sie beschäftigt sich vornehmlich mit der Konfiguration und Entwicklung der Streitkräfte, der Festlegung militärisch anzustrebender Endzustände sowie Lösungsansätzen zum Mitteleinsatz im Rahmen der vorgegebenen und zu erreichenden politischen Ziele.
Mine
Eine Sprengladung die durch gewisse äußere Einflüsse zur Detonation gebracht wird. Es gibt verschiedene Arten von Minen, so z.B. die Panzerminen, Ankertaumine, Treibmine, Schützenmine. Die auf dem Land gelegten Minen werden nach ihrer Form in Tellerminen und Kastenminen unterschieden.
Mobilmachung
Einberufung von Reserven und Aufmarsch der Streitkräfte eines Landes zur Vorbeitung auf einen Krieg.
Molotowcocktail
Nach dem sowjetischen Politiker benannte "Volkshandgranate". Eine mit Benzin und Phosphor gefüllte Flasche. Die Flasche zerspringt und entzündet die Flüssigkeit auf dem Zielobjekt.
Molybdän
Schwermetall von hoher Festigkeit, dabei gut verformbar. Legierungselement für korrisionsbeständige Stähle. Verwendet unter anderem für Panzerstahl. Zeichen Mo, Ordnungszahl 42, Dichte 95,94.
MP
Gebräuchliche Abkürzung für Maschinenpistole, ebenfalls MPi.
MPi
Gebräuchliche Abkürzung für Maschinenpistole, ebenfalls MP.

N

Nebelwerfer
Name der deutschen Raketenwerfer die während des 2. Weltkrieges eingesetzt wurden.

O

Oberkommando der Wehrmacht
Militärischer Stab. Vom Oberbefehlshaber der Wehrmacht 1938 anstelle des Reichskriegsministeriums eingerichtet.
OKW
Abkürzung für Oberkommando der Wehrmacht.
Operation
Teilstreitkräfteübergreifende Handlung zur Erfüllung militärstrategischer Ziele.
Operative Führung
Umsetzung der strategischen bzw. militärstrategischen Absichten und Vorgaben in Weisungen oder Aufträgen an die unterstellte Führung, Sie übt somit eine "Scharnierfunktion" zwischen Politik bzw. Militärstrategie einerseits und Taktik andererseits aus.

P

Pak
Gebräuchliche Abkürzung für Panzerabwehrkanone. Siehe Panzerabwehrkanone.
Panzer
Siehe Kampfpanzer.
Panzerabwehrkanone
Geschütz zur direkten Panzerbekämpfung. Meist von Soldaten, Lasttieren oder Fahrzeugen gezogen. Meist eine niedrige Lafette.
Panzerfaust
Eine billig herzustellende Rohrverschoßene Waffe zum Einsatz gegen Panzer. Zur Bedienung ist nur ein Mann erforderlich. Es kann nur ein Schuß abgegeben werden. Basierend auf der Hohladung.
Panzerglas
Aus mehreren Schichten aufgebautes schuss- und bruchfestes Verbundglas.
Panzergrenadier
Ein Soldat der von einem Schützenpanzer aus oder abgesessen kämpft.
Panzerplattenstahl
Vergütungsstahl. Legierungen z.B. Chrom, Mangan und Molybdän.
Panzerschreck
Eine auf der Bazooka basierende Panzerabwehrwaffe der Wehrmacht. Kann wieder geladen werden. Zur Bedienung werden zwei Mann benötigt. Siehe auch Bazooka.
Panzerschutzmütze
Mit Schaumgummi und anderem Material gepolsterte Baskenmütze oder Haube für im Panzer kämpfende Soldaten um Kopfverletzungen durch Stöße zu vermeiden.
Projekt
Ein Projekt ist ein Entwurf oder ein Plan um z.B. ein neuen Panzer zu bauen. Projekte führen in der Regel zum Bau eines Prototypen.
Projektil
Lateinisch für Geschoss. Dies kann z.B. eine Sprenggranate sein.
Propaganda
Die Beeinflussung der Bevölkerung (der eigenen oder der in besetzten Gebieten) durch die Medien. Sie soll den Kampfeswillen steigern bzw. die Bereitschaft zur Kooperation erhöhen.
Protektorat
Halbkoloniale Schutzherrschaft über ein anderes Gebiet. Außenpolitik, Finanzen und Wirtschaft obliegen der Schutzmacht. Das Gebiet wird durch das Militär "geschützt". Besonderes Beispiel ist das deutsche Protektorat über Böhmen und Mähren.
Prototyp
Ein Prototyp ist ein einzelnes oder nur in geringer Stückzahl gebautes technisches Gerät nach einem neuen Konzept bzw einer Konzeptänderung. Dient zur Erprobung des Konzeptes vor der eventuellen Serienprodukton.

R

RAF
Abkürzung für Royal Air Force.
Raketenwerfer
Stationäre oder auf einem Fahrzeug aufgebaute Vorrichtung zum verschießen von Raketen. Siehe Nebelwerfer oder Katyusha.
Ratsch-Bum
Deutscher Landsername für die sowjetische ZIS-3 Panzerabwehrkanone. Der Name kommt daher, das man nach dem Schuß, aufgrund der hohen Mündungsgeschwindigkeit, den Einschlag hört.
Rote Arbeiter- und Bauernarmee
Der Name des Heeres der Sowjetunion von 1918 - 1946.
Rote Armee
Abkürzung für Rote Arbeiter- und Bauernarmee.
Royal Air Force
Der Name der britischen Luftstreitkräfte. Abgekürzt als RAF.

S

Saukopfblende
Kanonenblende. Ballistisch günstigere Form. Ähnelt von vorne einem Saukopf, daher der Name Saukopfblende.
Schützenpanzer
Vollketten-, Halbketten- oder Radfahrzeug das für die Kampfaufgaben der Panzergrenadiere konzipiert wurde. Meist schwach gepanzert und mit Maschinengewehren ausgerüstet.
Schlachtschiff
Schlachtschiffe waren die größten Schiffe die mit Geschützen ausgestattet waren. Sie waren stark gepanzert und hatten die größten Geschütze. Mit dem Zeitalter der Flugzeugträger waren aber die Tage dieser Schiffe gezählt. Die bekanntesten Schiffe dieser Gattung waren die Yamato, Bismarck oder die North Carolina.
Seelenweite
Siehe Kaliber.
Stacheldraht
Erfunden im Jahre 1873 von den Unternehmern Josef F. Glidden, L. Ellwood und Jacob Haish. Er besteht aus mehreren verflochtenen Drähten, die in regelmäßigen Abständen Spitzen oder Haken aufweisen. Fand im Krieg Verwendung als Personensperre.
Stahl
Sammelbezeichnung für alle schmiedbaren Eisenlegierungen.
Stalingrad
Bis 1925 Zarizyn genannt. Russische Stadt am unteren Wolgaknie. 1942/43 Schauplatz der 70-tägigen Kesselschlacht, die zum Wendepunkt an der Ostfront wurde.
Stalinorgel
Deutscher Landserausdruck für ein Salvengeschütz der sowjetischen Raketenartillerie. In der Roten Armee Katyuscha genannt. Erster Einsatz am 21. September 1941 vor Leningrad.
Stützrolle
Rolle an Kettenfahrzeugen die über den Laufrollen hängt. Sie wird benötigt damit die Kette nicht durchhängt und eine gewisse Spannung erhält.
Sternmotor
Ein Motor, dessen Zylinder sternförmig um die Welle angeordnet sind. Ursprünglich konzipiert für den Flugzeugbau, fand er auch Verwendung im Panzerbau (z.B. Sherman).
Stielhandgranate
Aus der Eierhandgranate weiterentwickelte Handgranate. Die Sprengladung sitzt an einem meist aus Holz bestehendem Stiel, dadurch kann sie weiter geworfen werden.
Strahltriebwerk
Den für den Antrieb benötigten Schub durch Ausstoßen von Masseteilchen in Form eines Abgasstrahls erzeugendes Triebwerk. Man unterscheidet in Turbinenluftstrahltriebwerke und Staustrahltriebwerke. Auch Düsentriebwerk genannt.
Strategische Führung
Aufgabe der Staatsführung. Aufgrund einer politischen Beurteilung des globalen Umfelds legt die Staatsführung die Zielsetzung fest, um die nationalen Interessen des Landes zu wahren. Die Sicherheitspolitik ist Teil davon.
Stuka
Abkürzung für Sturzkampfbomber.
Sturmgeschütz
Ein gepanzertes Kettenfahrzeug ohne drehbaren Turm, meist auf Basis eines Kampfpanzerlaufwerkes. Ursprünglich zur Infanterieunterstützung gedacht, aber speziell von der Wehrmacht, auch zur Panzerbekämpfung eingesetzt. Meist mit kurzem Rohr und größerem Kaliber. Siehe z.B. Stug III.
Sturmgewehr
Gewehr mit großer Reichweite und hoher Schußfrequenz. Es verbindet die Schußfrequenz einer Maschinenpistole mit der Reichweite eines Karabiners. Die Munition wird in Magazinen zugeführt. Siehe z.B. Sturmgewehr 44.

T

Tak
Abkürzung für Tankabwehrkanone. Später in Pak umbenannt.
Taktik
Lehre von der Führung des Gefechtes der Einheit bis zur Brigade und dem bestmöglichen Zusammenwirken ihrer Mittel auf dem Gefechtsfeld.
Tank
Aus dem 1. Weltkrieg stammende Bezeichnung für Panzer.
Tankabwehrkanone
Früher Name für Panzerabwehrkanone.
Tankow
Russisch für Panzer.
Tante Ju
Kosename für die deutsche Junkers Ju 52.
Torpedo
Ein selbstangetriebenes Unterwassergeschoß gegen Schiffsziele. Angetrieben meist durch einen elektrischen Antrieb (Schraube), früher auch durch Pressluft. Gefürchtet waren die japanischen "Long Lance" - Torpedos.

U

U-Boot
Abkürzung für Unterseeboot.
United States Army Air Force
Die Luftstreitkräfte der USA. 1941 Aus dem US Air Corps hervorgegangen. Erst nach dem Krieg als USAF selbständig.
Unterseeboot
Kriegsschiffe die in der Lage sind zu tauchen. In der Regel ist der Torpedo die Standardwaffe.
USAAF
Abkürzung für United States Army Air Force.

V

V-Waffen
Abkürzung für Vergeltungswaffen.
Verband
Bezeichung der organischen oder auftragsorientierten Organisationsstufen (Gruppe bis Brigade)
Vergeltungswaffen
Von den Deutschen eingesetzte Waffen die zur Vergeltung dienen sollten. Die beiden Raketenwaffen V1 und V2 wurden vermehrt auf London abgeschossen.
Vielstoffmotor
Ein Dieselmotor der auch mit anderen Stoffen wie Benzin, Petroleum, Dieselöl und leichte Schmieröle betrieben werden kann. Eingesetzt z.B. Sherman M4A6.
Volkssturm
Kampforginisation. Am 25.9.1944 durch Adolf Hitler gebildet. Sie bestand aus 16-60 Jährigen Männern. Ihre Aufgabe war es die Wehrmacht zu unterstützen. Sie unterstand den jeweiligen Gauleitern.

W

Wehrmacht
Name der deutschen Truppen seit 1935. Gegliedert in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.
Westwall
1936 Baubeginn des von der schweizer Grenze bis zur niederländischen Grenze verlaufenden Grenzbefestigungen. Die ca. 22.000 Bauten liegen links des Rheinverlaufes. Nach dem gewonnenen Westfeldzug gegen Frankreich vernachlässigt. Daher 1944 z.T. nur bedingt gegen die Alliierten Nutzbar.

Z

Zünder
Auslöser von Detonationen, Sprengstoffen oder Munitionstreibladungen. Zünder arbeiten elektrisch mit Zündfunken (z.B. Nebelwerfer), mechanisch mit Schlag oder Druck (z.B. Karabiner).

Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/content/lexikon.php
Gedruckt am: Dienstag, 31. Mai 2016, 03:54 Uhr
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Die Militärstrategie Deutschlands 1940-1945
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