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Computerspieltipp

Fighting Steel

Fighting Steel

Fighting Steel -" Seeschlachten von 1939 - 1942"

Flugsimulationen, die im Zweiten Weltkrieg spielen, gibt es wie Sand am Meer. Selbst bei Spielen in denen man mit Panzern oder U-Booten ins Gefecht gehen kann, sei es nun action-orientiert oder doch mehr dem Realismus zugetan, hat man teilweise die Qual der Wahl. Doch das Überwasserseegefecht findet wenig Beachtung.

Eine Alternative bietet das 1999 veröffentliche Spiel "Fighting Steel". In diesem Spiel kann man historische Szenarien auf deutscher, japanischer, britischer und amerikanischer Seite nachspielen. Allerdings sind diese auf den Zeitraum von 1939 - 1942 begrenzt, da ab dem Zeitpunkt richtige Seegefechte aufgrund der Dominanz des Flugzeuges (auch bezogen auf den Flugzeugträger) kaum noch von Bedeutung waren. Zusätzlich kann man auch zufällige fiktive Szenarien oder selbst am mitgelieferten Editor erstellte Gefechte spielen.

Inhalt

In 3D-Obtik kann man mit sämtlichen Schiffen von 1939 - 1942, ausgenommen hiervon sind nur Hilfsschiffe und Flugzeugträger, Gefechte austragen. Ob sie nur ein einzelnes Schiff steuern oder eine ganze Flottille, hängt von der jeweiligen Mission ab. Bei jedem Schiff haben Sie individuelle Möglichkeiten, Feuerleitung für einzelne Hauptgeschütze oder kleinere Nebenbatterien, Munitionsart, Suchscheinwerfer, Kurs und Geschwindigkeit und noch einiges mehr einzustellen.

Bei den historischen Szenarien spielen Sie genau die jeweiligen Gefechte nach. Hier wird z.B. auch das Wetter historisch korrekt berechnet. So kann man die letzte Schlacht der Admiral Graf Spree nachspielen, und vielleicht sogar mit einem Sieg beenden.

Die fiktive Kampagne errechnet mögliche Zusammenstöße zweier Flotten zufällig. So kann man mit der Kriegsmarine gegen die Royal Navy antreten. Als nächstes steht die Wahl der Mission an, historisch korrekt und man wird zumeist Angriffe auf Konvois oder eben die Verteidigung eben dieser übernehmen. Wählt man auch hier die fiktive Kampagne, so wird zufällig zwischen verschiedenen Situationen gewählt (Bombardement, Konvoi, Zusammenstoß und "Suchen und zerstören"). Im Extremfall kann man so mit Japan im Atlantik gegen die deutschen Schiffe antreten.

Gameplay

Das Spiel ist nach kurzer Eingewöhnungszeit spielbar, da die Menüs schnell ins Blut übergehen (im Notfall kann man die Anweisungen in der Pause eingeben). Mit wenigen Mausklicks hat man z.B. seinen Schlachtschiffen die Anweisung gegeben auf die Zerstörer zu feuern, während die eigenen Zerstörer Torpedosalven gegen die feindlichen Großkampfschiffe abfeuern und sich anschließend selbst einnebeln.

Die Einstellungen für die Missionen sind simpel aufgebaut und stellen einen vor keine großen Probleme. In ein oder zwei Minuten ist man fertig und wartet schon darauf, dass die ersten feindlichen Einheiten in Sichtweite kommen.

Grafik

Die Grafik war schon beim Erscheinen des Spiels nicht up-to-date. Die Animationen sind teilweise eher hölzern. Regen und Wellengang werden zwar berechnet um die Effektivität der Geschütze zu beeinflussen, werden aber nicht angezeigt. Auch bei hohem Wellengang sieht das Meer wie eine glatte Platte aus. Die Wirkung der Einnebelungsanlagen erscheinen als platte 2D-Bitmaps.

Die Grafik ist also insgesamt nicht die Beste, aber für ein Spiel dieses Alters und für eine sehr kleine Spielergemeinde durchaus noch annehmbar.

Realismus

Da das Spiel sich selbst als realistisch betrachtet, kann man mit der einfachen "Hau-Ruck-Taktik" nicht viel erreichen. Vor allem Gefechte gegen rein waffenmäßig überlegene Gegner sind nicht zu gewinnen. Vom Einstellen der Munition, z.B. Explosivgeschosse gegen ungepanzerte Schiffe oder der verschiedenen Sichtweiten der Schiffe muss alles bedacht werden. Die Nationen haben sogar Eigenheiten, z.B. die notorisch unzuverlässigen Torpedos der US Navy oder die überdurchschnittliche Zielerfassung der deutschen Schiffe. Man sollte also hier etwas in der Materie stecken, wenn nicht, wird man zuerst einiges an Lehrgeld bezahlen müssen.

Fazit

Fighting Steel richtet sich hauptsächlich an Interessierte, die sich mit Überwassergefechten beschäftigen, da für alle anderen der Anteil an Action wohl doch eher zu gering sein wird.

Für See-Fanatiker, die alles steuern, überdenken und leiten möchten, ein absolutes Must-Have-Spiel. Mangels Alternativen muss die heute nur noch unzureichende Grafik in Kauf genommen werden. Dafür können das Gameplay und der Realitätsgrad absolut überzeugen. Durch den Editor und die zufällig erstellten Gefechte bietet der Titel auch eine gute Langzeitmotivation.

Ein Spiel für alle Matrosen, die absolut alles selbst einstellen wollen und über technische Schwächen hinwegsehen können.

ASIN: B00006D2CD
Publisher: Strategic Simulations Inc. (SSI)
USK: ab 12

[sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/content/medien.php?id=51
Gedruckt am: Sonntag, 19. November 2017, 16:58 Uhr
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