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Jagdpanther (Sdkfz 173)

Durch die günstige Form der Panzerung konnte diese dünn gehalten werden um das Laufwerk nicht zu überlasten.

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Mitte 1943 ordnete das Heereswaffenamt den Bau eines neuen Jagdpanzers an, der die gleiche Kanone tragen sollte wie der Königstiger, nämlich die 8,8 cm Pak 43/3 L/71. Dazu sah sich das Amt nach einem passenden Laufwerk um. Das Hybridlaufwerk des Panzers III/IV konnte das Gewicht eines Jagdpanzers mit der neuen 8,8 er nicht tragen, ohne eine extrem dünne Panzerung in Kauf zu nehmen, was angesichts der neuen Panzerabwehrkanonen der Alliierten wohl sinnlos gewesen wäre. Das Laufwerk des Tigers war viel zu schwerfällig, um damit einen schnellen Jagdpanzer zu realisieren. Er wäre eher eine gepanzerte Pak geworden, ähnlich dem Panzerjäger Tiger (P) Elefant. Es kam also nur das modernste Laufwerk der Wehrmacht in Frage, das des Panthers. Es hatte sich bei diesem 43 t schweren Kampfpanzer als sehr gut herausgestellt und war deshalb eine perfekte Basis für einen schnellen Jagdpanzer.

Der erste Prototyp, noch mit der Bezeichnung "8,8-cm-Pak 43/3 auf Panzerjäger Panther", rollte am 20. Oktober 1943 aus den Produktionshallen von MIAG. Es basierte auf dem Laufwerk des Panthers G. Der Aufbau war ungewöhnlich leicht gepanzert und hatte eine Frontpanzerung von nur 80 mm, eine Seitenpanzerung von 50 mm und hinten gar nur 40 mm. Allerdings war der Aufbau gut abgeschrägt und sehr niedrig. Mit den 45,5 Tonnen wurde der 700 PS starke Maybach-Motor HL 230 gut fertig, und so erreichte der Panzer eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h auf der Straße und beeindruckende 24 km/h im Gelände. Der Bodendruck war sogar niedriger als beim StuG III, das nur halb so schwer war. Dies wurde erreichte durch die versetzten Laufrollen und die breiten Ketten. Am 27. Februar 1944 änderte Hitler höchstpersönlich die Bezeichnung "Jagdpanzer V" in Jagdpanther.

Die Serienproduktion begann im Februar und lief bis Dezember zunächst nur bei MIAG, dann stieg auch MNH in die Produktion ein. Sie endete erst im April 1945 aufgrund der anrückenden Alliierten. Der geplante Ausstoß sollte 150 Stück pro Monat betragen, lag mit faktisch nur durchschnittlich 26 Stück pro Monat weit darunter. In 15 Monaten Produktion wurden schließlich nur 382 Stück gebaut, so war der Jagdpanther nur selten im Gefecht zu finden.

Der Jagdpanther wurde größtenteils an der Westfront eingesetzt und das auch nur in kleinen Gruppen, etwa bei der erfolglosen Ardennenoffensive, an der 51 Jagdpanther teilnahmen. Allerdings kämpften nicht alle mit, denn das Oberkommando verlegte das 654. schwere Panzerjägerbataillon mitten im Angriff mit seinen acht Jagdpanzern nach Elsass-Lothringen, wo es bei der Offensive Nordwind in der Silvesternacht 1944 teilnahm. Die letzten vier Jagdpanther des 654. gingen im Rahmen defensiver Kampfhandlungen mit dem Ziel den Einmarsch der Alliierten in Deutschland zu stoppen verloren.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/jagdpanther/jagdpanther.htm
Gedruckt am: Sonntag, 19. November 2017, 17:08 Uhr
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Im Panzer IV und Tiger an der Ostfront: Das persönliche Kriegstagebuch des Alfred Rubbel Dezember 1939 - Mai 1945
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