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Jagdtiger (Sdkfz 186)

Die Front des Aufbaus war mit 250 mm unwahrscheinlich schwer gepanzert und stellte den Gegner so auf eine harte Probe.

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Als der Jagdtiger Ende 1944 das Schlachtfeld betrat, konnte er jeden Panzer vernichten, der es mit ihm aufnehmen wollte. Seine mächtige 12,8-cm-Kanone konnte einen Sherman auf drei Kilometer Entfernung in jedem beliebigen Winkel zerstören. Seine eigene Frontpanzerung von 250 mm war nahezu undurchdringlich. Seine Schwächen waren sein Gewicht, seine geringe Feuerrate und seine Größe. Seine Geschwindigkeit im Gelände von nur 17 km/h ließ zu wünschen übrig, was bei einem Gewicht von 71,7 t mit Henschel-Laufwerk und 69,9 t mit Porsche-Laufwerk nicht verwundert. Ein weiteres Manko war seine unglaubliche Größe. Er konnte schon auf Kilometer gesehen werden. Allerdings wurde er auch oft mit dem Jagdpanzer IV verwechselt.

Auch nicht jeder Jagdtiger bekam die hervorragende 12,8-cm-Kanone, einige der letzten mussten mit der 8,8-cm-Kanone des Tiger II vorlieb nehmen, wobei diese mit hoher Wahrscheinlichkeit noch im Werk gesprengt wurden. Die 12,8-cm-Granaten wurden, weil sie so schwer waren, in zwei Teilen gelagert. Sie mussten also erst noch zusammengesetzt werden, was die Feuerrate eher gering hielt.

Der Jagdtiger stellt ein weiteres Ressourcen verschlingendes Monster im Fuhrpark der Wehrmacht dar. Er konnte zwar das Schlachtfeld beherrschen, aber die meisten Jagdtiger wurden von Infanterie oder aus der Luft ausgeschaltet, jedoch nicht von anderen Panzern! Der Jagdtiger war schlichtweg untermotorisiert, und der Motor verbrauchte Unmengen Benzin, um den Panzer in Fahrt zu halten. Der Jagdtiger hätte in größerer Stückzahl eventuell noch Einfluss auf die Abwehrkämpfe nehmen können.

Auch nicht jeder Jagdtiger bekam die hervorragende 12,8 cm Kanone, einige der letzten mussten mit der 8,8cm Kanone vom Königstiger vorlieb nehmen (wobei diese mit hoher wahrscheinlichkeit noch im Werk gesprengt worden sind). Die 12,8 cm Granaten wurden, weil sie so schwer waren, in zwei Hälften gelagert. Sie mussten also erst noch zusammengesetzt werden, was die Feuerrate eher gering hielt.

Der Jagdtiger stellt eine weiteres Ressourcenmonster im Fuhrpark der Wehrmacht da. Er konnte das Schlachtfeld beherrschen, die meisten Jagdtiger wurden von der Infanterie oder aus der Luft ausgeschaltet, also nicht von anderen Panzern! Der Jagdtiger war schlichtweg untermotorisiert und der Motor verbrauchte Unmengen um den Panzer in Fahrt zu halten. Der Jagdtiger hätte in größerer Stückzahl eventuell noch Einfluss auf die Abwehrkämpfe nehmen können.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

Im Oktober 1943, sechs Monate nach dem Produktionsstart des Tiger II, wurde eine lebensgroße Attrappe des Jagdtiger vorgestellt. Der Jagdtiger basierte auf dem leicht verlängerten Laufwerk des Tiger II. Die Seitenteile wurden senkrecht hochgezogen, um einen großen Kampfraum zu schaffen. Dies war auch nötig, um die große 12,8-cm-Kanone unterbringen zu können. Diese gewaltige Kanone konnte auf 3000 m ganze 173 mm Panzerstahl durchschlagen, auf 1000 m sogar 230 mm. Dieser Kanone konnte kein Panzer standhalten. Die 12,8-cm-Pak 44 wurde ursprünglich als Ergänzung zur Pak 43 entwickelt, da sich die Produktion der Plattform jedoch verzögerte, beschloss man, die schon produzierten Kanonen in den Jagdtiger einzubauen. Der vordere Aufbau hatte eine Panzerung von 250 mm. Das war auch nötig, da er mit 2,92 m bzw. 2,82 m bei der Henschel-Version auch ein gutes Ziel abgab. Es gibt keine Berichte darüber, ob die Frontpanzerung jemals durchschlagen wurde, höchstwahrscheinlich ist dies auch nicht der Fall. Diese gigantischen Ausnahmen spiegelten sich auch im Gewicht von ganzen 71,7 t wider.

Die ersten Prototypen waren im Februar fertiggestellt und wurden nach Arys (Ostpreußen) gebracht, nachdem sie auf dem Werksgelände getestet worden waren. Der erste Fahrversuch fand mit einem Porsche-Prototyp statt. Dort wurden sie am 20. April Adolf Hitler vorgestellt. Die Jagdtiger 305001 (Porsche) und 305002 (Henschel) wurden nach Kummersdorf gebracht und dort über sechs Wochen einer Waffenprüfung unterzogen. Während der Erprobung wurde der Jagdtiger 305001 beschädigt und musste zurück in die Nibelungenwerke geschickt werden. Als Ersatz kam ein zweiter Jagdtiger (Porsche) mit der Chassis-Nummer 305004. Der Jagdtiger 305004 blieb bis 1945 in Kummersdorf, um dort weitere Tests (Abschleppen etc.) zu absolvieren.

Das Henschel-Laufwerk wurde bevorzugt. Es war robuster als der Porsche-Entwurf. Das letzte Porschelaufwerk (305012) wurde im September 1944 fertiggestellt.

Der Jagdtiger 305003 (fertiggestellt Juni 1944) wurde zu Testzwecken für neue Ketten verwendet. Es wurde geprüft, ob die Ketten von Jagdpanzer Elefant/Ferdinand mit denen des Jagdtigers kompatibel waren. Nach einigen Modifikationen stellte sich heraus, dass die Henschel-Ketten robuster waren und den Bodendruck um bis zu 20% senken konnten. Die Entscheidung für die Henschel-Ketten erforderte Modifikationen am Leitrad.

Am 9. September 1944 kam der Befehl, kein Zimmerit mehr aufzutragen. Da die Lenkaggregate nach nur 200 Kilometern oft defekte hatten, wurden am 16. Februar 1945 einige Jagdtiger zurückgerufen, um diese zu tauschen. Später gebaute Jagdtiger bekamen erhielten diese gleich beim Einbau.

Daraufhin wurden bei Steyr-Daimler-Puch in Österreich 150 Fahrzeuge bestellt, diese Bestellung zwischenzeitlich storniert, um den Panther zu bauen. Die Stornierung wurde aber später revidiert, so dass der Jagdtiger planmäßig in die Serienfertigung ging.

Jagdtiger (Henschel)

Die Henschel-Version übernahm das Standardlaufwerk des Tiger II. Das normale Laufwerk war 1,8 t schwerer als das von Porsche. Außerdem war die Henschel-Version breiter als die von Porsche, dafür aber kleiner. So war die Henschel-Variante 2,82 m hoch und 3,63 m breit, die Porscheversion dagegen 2,92 m hoch und 3,59 m breit.

Jagdtiger (Porsche)

Porsche bot ein neues Laufwerk an, das der Wehrmacht sehr gelegen kam. Es war einfacher zu bauen und konnte dadurch die Produktion des Jagdtigers steigern (die Bearbeitungszeit der Wanne wäre mehr als halbiert worden und auch die Reparaturarbeiten wären einfacher zu erledigen gewesen). Anstatt der quer eingebauten Drehstabfederung baute Porsche längs außenliegende Drehstäbe ein, die jeweils zwei nebeneinander liegende Laufräder federten. Der einzige Nachteil war, dass der ohnehin gewaltige Panzer weitere 10 cm höher wurde. Dem entgegen stand eine Verminderung des Gewichtes um 1,8 t. Es wurden nur wenige Porsche-Laufwerke gebaut.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/jagdtiger/jagdtiger.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:27 Uhr
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