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Marder II (Sdkfz 131 und 132)

Panzerjäger

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Marder sollte sich als hervorragende Waffenplattform herausstellen. Seine Kanone versetzte ihn in die Lage, jeden Gegner von 1942 und 1943 auszuschalten. Für die Truppen im Osten stellte er eine willkommene Waffe gegen die vielen russischen Panzer dar. Auch die Alliierten lernten seine Feuerkraft in Italien kennen. Allerdings hatte er die gleichen Schwächen wie auch das Nashorn und die anderen Mardermodelle: seine geringe Panzerung, die hohe Silhouette und der offene Kampfraum. Gegen Infanterieangriffe war der Marder sehr anfällig da er über kein MG verfügte. Allerdings war er auch recht flott unterwegs, mit 45 km/h war er der schnellste Marder und sogar 5 km/h schneller als das Nashorn. 1944 wurde der Marder langsam vom Jagdpanzer 38 (t) Hetzer abgelöst, aber nie vollständig, daher waren bei Kriegsende immer noch einige Marder II im Einsatz. Der Marder stellte eine effektive Waffe gegen Panzer dar und war schnell und recht billig herzustellen.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

Der Marder II hat, wie auch das Nashorn, seinen Ursprung während des Russlandfeldzuges, wo man auf den KV-1 und den T-34 traf. Schnell wurde klar, dass man mobilere Panzerabwehrgeschütze brauchte. Das Laufwerk des Panzer II bot sich sehr an, da es in ausreichender Menge zur Verfügung stand und zuverlässig war. Da das Laufwerk des Panzer II nicht für die große 8,8-cm-Pak geeignet war, sah man sich nach anderen Kanonen um. Man kam sehr schnell auf die Lösung, die 7,62-cm-Feldkanone M36 der Roten Armee einzubauen. Diese Kanone wurde massenweise beim Einmarsch in die Sowjetunion erobert. Sie war in der Lage, die Frontpanzerung des T-34 auf Kampfentfernung zu durchschlagen. Die Kanonen wurden in Deutschland modifiziert, um die Panzerabwehrgeschosse der neuen deutschen 7,5-cm-Pak 40/2 verschießen zu können. Diese Kanonen erhielten die Bezeichnung 7,62 cm-Pak-36(r). Man baute zuerst die Panzer II der Versionen D und E um. Die beiden Versionen stellten sich nämlich als völliger Fehlgriff heraus und waren daher nicht zu gebrauchen. Insgesamt wurden 185 Panzer II D-E umgebaut, darunter auch dreißig, die vorher schon zum Flammpanzer II Flamingo umgebaut wurden.

Der Turm und der restliche Aufbau des Panzer II wurden entfernt, um Platz für die mittig angebrachte Kanone zu bekommen. Sie wurde von einem kastenförmigen Aufbau umgeben. Der Aufbau hatte aber nur eine bescheidene Panzerung von nur 14,5 mm und die Rohrblende von nur 10 mm. Dies war nötig, um das Gewicht der großen Kanone ausgleichen zu können, trotzdem kam das Fahrzeug auf stolze 10,7 t.

Nachdem alle verfügbaren Ausführungen D und E umgebaut waren, kam die Version F an die Reihe. Weitere 50 Marder II konnten so fertiggestellt werden.

Aufgrund des großen Erfolges an der Ostfront kamen neue Aufträge, so wurden auch die Ausführungen A-C umgebaut. Sie wurden entweder mit der umgebauten Kanone ausgerüstet, oder mit der einfachen 7,62-cm-Feldkanone 296(r), welche keine Mündungsbremse besaß. Allerdings fehlte das kastenförmige Unterteil; stattdessen wurde eine Stütze angebracht die das Rohr während langer Fahrten stützte, um Schäden zu vermeiden. Diese Versionen erhielten die Sonderkraftfahrzeugnummer 131.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/marderii/marderii.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:25 Uhr
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