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M26 Pershing

M26 Pershing

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Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Pershing war eine sehr seltene Erscheinung auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges. Bis zum Kriegsende waren gerade mal 1436 Exemplare fertiggestellt.

Er war ein moderner und gefährlicher Gegner. Seine kreiselstabilisierte 90-mm-Kanone war der deutschen 8.8-er ebenbürtig und ermöglichte ihm. Tiger oder Panther auch auf größere Entfernung zu vernichten. Er trug also nicht zu Unrecht den Spitznamen "Tigertamer" (Tigerzähmer).

Es wurden nur wenige Pershing während der Kampfhandlungen abgeschossen. Am 26. Februar 1945 wurde in Elsdorf ein Pershing von einem Tiger I mit drei Schüssen vernichtet. Dieses Ereignis wird oft als „Elsdorfer Überraschung“ betitelt. In der Nähe von Remagen konnte ein getarntes Nashorn der schweren Panzerjäger-Abteilung 93 mit dem ersten Schuss aus etwa 250 m Entfernung einen Volltreffer landen. Ein weiter Pershing wurde durch einen Königstiger und ein weiterer mit großer Sicherheit von einem Jagdtiger abgeschossen. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass im Januar 1945 erst 20 Pershings in Europa stationiert waren.

Dank seiner guten Kanone, verbunden mit dem guten Panzerschutz und dem guten Laufwerk, bot der Pershing endlich ein in allen Belangen ebenbürtiges Gegenstück zu den deutschen Konstruktionen. Nur seine Untermotorisierung machte ihm zu schaffen. 500 PS reichten für diesen Koloss nicht aus. Außerdem war der Motor nicht gerade sparsam, er verbrauchte sogar so viel wie ein Königstiger.

Entwicklung

Schon nach der Einführung des M4 Shermans begann die Entwicklung zum Bau eines schwereren Panzers. Die ersten Prototypen hatten noch das HVSS-Laufwerk des Shermans und die 76-mm-Kanone. Im April 1943 wurde die 90-mm-Kanone, die ursprünglich auch eine Flak war, zum Einbau freigegeben. Diese Prototypen hatten die Bezeichnung T25. Mit einem veränderten Laufwerk, Drehstabfederung mit großen Laufrollen und stärkerer Panzerung wurde der T26 geboren. Normalerweise hätte der Panzer nun in die Produktion gehen können, aber es kamen Streitigkeiten dazwischen. Es sollte wieder die 76-mm-Kanone zum Einsatz kommen. Erst die deutsche Ardennenoffensive überzeugte den Generalstab, dass die 90-mm-Kanone die weitaus bessere Wahl war. Schleunigst wurde im Dezember noch der Produktionsauftrag gegeben, der M26 Pershing war geboren.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/amerika/pershing/pershing.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 25. August 2016, 20:22 Uhr
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