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Leichter Panzer M3 Stuart

Ein M3 Stuart im Dschungel Südostasiens

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Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung (M3A1, M3A3, M5)

Als der 2. Weltkrieg ausbrach, besaßen die US-Amerikaner eine Anzahl leichter Panzer, deren Ursprung auf den "Light Tank M2" zurückging. Mit einer 37-mm Kanone waren sie für die damalige Zeit ziemlich gut bewaffnet. Mit dem M2A4 wurde das letzte Modell dieser Serie ab 1940 nur mehr als Ausbildungsfahrzeug verwendet.

Die Beobachtungen der Amerikaner während des Krieges in Frankreich 1940 waren der Auslöser für eine Forderung nach einem stärkeren Panzer. Um die dickere Panzerung auszugleichen musste das Fahrwerk neu konstruiert werden. Das Resultat war der "Light Tank M3", der stark an den M2A4 erinnerte. Als Version M3A1 wurde der Panzer in die Massenfertigung überführt.

Die ersten Panzer besaßen noch eine genietete Turmpanzerung, da bei einem Treffer aber die Gefahr bestand, dass Nieten herausgepresst wurden, wurde dieser zuerst durch einen gegossenen und ab 1942 durch eine Panzerung ersetzt, die geschweißt wurde.

Die Bewaffnung des M3A1 bestand aus einer 37-mm Kanone und fünf (!) 7,62-mm MGs (eines koaxial, zwei befanden sich in den Seitenkästen, eines als Bug MG und ein weiteres befand sich auf dem Turm zur Flugabwehr).

Überall wo Amerikaner kämpften kam auch der M3 zum Einsatz: Russland (Lend and Lease Abkommen), Nordafrika und Westeuropa ab 1944. Außerdem wurden zahlreiche Panzer im pazifischen Raum eingesetzt, wo sich ihr geringes Gewicht als vorteilhaft erwies. Der M3 war mechanisch sehr zuverlässig und durch den starken Motor sehr beweglich, was ihm den Spitznamen "Honey" (Liebling) einbrachte.

Der M3 wurde zu einem Exportschlager, insbesondere die bedrängten Briten waren die Hauptabnehmer des Panzers. In altbewährter Tradition benannten sie auch den M3 nach einem General, in diesem Fall nach Gen. J.E.B. Stuart, der ein Kavalleriekorps während des Sezessionskrieges führte.

Verwirrend für die Fronttruppen war die Tatsache, dass bei der Produktion des Stuarts zwei verschiedene Motortypen eingebaut wurden. Zunächst (Stuart I) wurde ein radialer 7-Zylinder-Benzinmotor von Continental verwendet, der Stuart II erhielt wegen der schnelleren Produktion einen Dieselmotor (T-1020) von Guiberson.

Der M3A1 blieb die Hauptvariante (Stuart III und IV), die verbesserte Ausführung M3A3 (besser gepanzert, keine MGs in den Seitenkästen und eine größere Fahrerkabine) wurde als Stuart V bekannt.

Da bei allen Versionen des Stuarts die 37-mm Kanone als Hauptbewaffnung eingesetzt wurde, waren diese leichten Panzer bei der Invasion 1944 nur mehr von geringem Kampfwert. Bei einigen Exemplaren entfernte man den Turm und sie wurden nun als Aufklärungspanzer eingesetzt.

Neben den Hauptvarianten gab es auch eine Reihe von Experimentalfahrzeugen, wie etwa Flammenwerfer, Minenräumer, Flak-Panzer und sogar als Selbstfahrlafetten.

Der Light Tank M5 (Stuart VI) war eine Weiterentwicklung des M3 und diesem auch stark ähnelte, der Unterschied bestand aus einem neuen Motor (Cadillac - Zwillingsmotor), der ein erhöhtes Heck des Panzers bedingte.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [fm]

Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/amerika/stuart/stuart.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:30 Uhr
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