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Panzer 38 (t)

Das Laufwerk war sehr durchdacht und diente auch 1945 noch für den Hetzer.

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Panzer 38 (t) war ein guter Panzer mit einem noch besserem Laufwerk. Er brachte die dringend benötigte Lösung bis zum erscheinen der Panzer III und IV. Allerdings konnte man ihn nicht sonderlich verstärken, weshalb er bald zum alten Eisen wurde und von der Front verschwand. Sein Laufwerk wurde aber noch 1944 gebaut.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

Als Deutschland im März 1939 in die Tschechoslowakei einmarschierte, war das modernste Fahrzeug der THHP-S oder LT38. Allerdings war der LT38 erst Ende 1938 in Auftrag gegeben worden, weshalb erst einer fertig und weitere acht kurz vor der Fertigstellung waren. Im Mai führte die Wehrmacht sofort Erprobungen mit dem Panzer durch und kam zu dem Schluss, dass er sich als sehr gut erwiesen hatte und sogar dem Panzer III ebenbürtig war. Die neun Exemplare wurden sofort übernommen und erhielten ihren neuen Namen, nämlich Panzer 38 (t). Ende Mai erhielt der Hersteller CKD in Prag, nun unter deutscher Aufsicht und unter dem Namen Böhmisch-Mährische Maschinenwerke (BMM), den Auftrag, die vom tschechischen Heer bestellten 150 Fahrzeuge fertigzustellen.

Geschichte

Der Panzer 38 (t) bewährte sich sehr gut in Polen, wo er mit den kleinen polnischen Panzern kein Problem hatte. In Frankreich hatte er, wie alle deutschen Panzer Schwierigkeiten mit dem schweren Char B. Trotzdem war jeder 10. Panzer beim Westfeldzug ein Panzer 38 (t), was seine Bedeutung unterstreicht. Erst mit dem Auftauchen der schweren Panzer in Russland, wie dem T-34 und dem KV-1 war seine Zeit abgelaufen. Er war nicht mehr stark genug um gegen diese Ungetüme zu bestehen. Er wurde nun zur Infanterieunterstützung eingesetzt und das auch nur weil die Wehrmacht jeden Panzer dringend brauchte. Mitte 1944 waren noch 229 Panzer 38 (t) im Dienst, allerdings nur bei den Besetzungstruppen.

Ausführung A

Zwischen Mai und November 1939 wurden insgesamt 150 Fahrzeuge der Ausf. A hergestellt. Vier Mann bedienten den 9,7 Tonnen schweren Panzer, der sogar um 800 Kg leichter war als sein Vorgänger. Als Waffe trug er die 3,7-cm-KwK A7/L40 von Skoda, die sogar stärker war als die 3,72 cm Kanone des 35 (t). Einige erhielten auch die deutsche 3,7 cm KwK L/45. Es wurden 90 Schuss mitgeführt, die meisten im Staukasten hinten am Turm. Für die beiden MGs kamen noch mal 2700 Schuss hinzu. Mit einer maximalen Panzerung von 25mm war er nur dürftig geschützt, brachte es aber mit seinem 125 PS starken Praga EPA TZJ auf 40 km/h. Die späteren Modelle erhielten dann den 150 PS starken EPA/AAC - Motor, der die Höchstgeschwindigkeit auf 42 km/h brachte. Die Reichweite wurde dadurch von 230 auf 250 Kilometer erhöht. Das zuverlässige Laufwerk hatte 4 Räder pro Seite wobei je 2 Rädern auf Längsblattfedern gelagert waren.

Die anderen Ausführungen

Ende 1939 kam aus Deutschland der Auftrag über 325 weitere leicht modifizierte Fahrzeuge. Innerhalb von elf Monaten wurden nun die Ausführungen B, C und D gebaut. Danach erteilte die Wehrmacht den Bau weiterer 525 Fahrzeuge der Ausführungen E und F. Ab der Ausf. E wurden 25 mm Panzerplatten auf die vordere Wanne geschraubt, der Panzerschutz betrug nun 50 mm. Von November 1940 bis Oktober 1941 wurde auch dieser Auftrag erfüllt. Nach Oktober 1941 kam die Baureihe G in die Produktion. Bis zur Stornierung des Auftrages von 500 Fahrzeugen im Juli 1942 waren 321 Exemplare fertiggestellt.

Etwa 5% aller Ausführungen waren Befehlswagen, also etwa 70 Stück.

Eine weite Variante des Panzer 38 (t) war der TNHhA bzw. Panzer 38 (t) nA. Das nA steht für "neue Ausführung". Er hatte eine 35 mm Panzerung und ein Gewicht von 15 Tonnen. Mit dem 250 PS starken Praga V8-Motor erreichte er stolze 60 km/h. Bei einem Test 1942 zeigte sich aber, dass er anderen schnellen Panzern unterlegen war, deshalb wurde seine Produktion nach nur 15 Fahrzeugen abgebrochen.

Von allen produzierten Fahrzeugen gab Deutschland 231 Fahrzeuge an verbündete Staaten wie z.B. Ungarn ab, um deren mehr als dürftige Panzertruppen aufzurüsten.

Spezielle Versionen

Nachdem der Panzer 1942 nicht mehr Fronttauglich war, wurden einige Umbauten vorgenommen, um das hervorragende Laufwerk weiter nutzen zu können. So wurden einige als Selbstfahrgeschütze mit der 7,5-cm-Pak 40/3 umgebaut. Ferner wurde sein Laufwerk für den Hetzer und Marder III benutzt. Andere wurden ihrer Türme beraubt und als Aufklärungspanzer eingesetzt bzw. als Munitionsschlepper.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/deutschland/panzer38/panzer38.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:30 Uhr
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