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Panzer II (Sdkfz 121)

Eine seltene Sicht auf das

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Panzer II sollte als Lückenbüßer bis zum erscheinen des Panzer III und Panzer IV herhalten. Trotzdem wurde er bis 1942 gebaut, obwohl er nicht mehr fronttauglich war und auch schon bessere Modelle zur Verfügung standen. In Polen und Frankreich erfüllte er seine Aufgaben. Er kämpfte in den Steppen Russlands und im Wüstensand Nordafrikas. Zum Teil gegen die weit überlegenen gegnerische Panzer. Sein größter Vorteil lag eindeutig in seiner Zuverlässigkeit. Aber er hatte einige Mängel, sein Turmkranz war viel zu klein, um wirklich starke Kanonen aufnehmen zu können, so musste er sich mit seiner kleinen 2 cm Kanone begnügen. Sein Laufwerk war zwar zuverlässig, aber auch viel zu schwach um eine stärkere Panzerung aufzunehmen. Aus seiner Konstruktion konnten viele Erfahrungen gesammelt werden, die später in den neusten Panzern Verwendung fanden. Allerdings hätte er schon bei Beginn des Krieges, spätestens aber beim Einmarsch in die Sowjetunion, die kostbaren Produktionsressourcen für stärkere Panzer wie den Panzer III oder IV frei machen müssen.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung a1

Der Ausbildungspanzer II entstand aus der Ausschreibung des Heereswaffenamtes vom Juli 1934. Dort wurde ein schwerer Ausbildungspanzer von 10 t Gewicht mit einer 2 cm Kanone gefordert. Der Panzer sollte die Lücke bis zum Erscheinen der Panzer III und IV überbrücken. Von den drei sich bewerbenden Firmen, wurde die Konstruktion von MAN ausgewählt. Sie wurden Anfangs unter dem Tarnamen "Landwirtschaftlicher Schlepper 100" ( LaS 100 ) gebaut; bis 1938 alle Tarnamen fallengelassen wurden. Das erste Vorserienmodell das im Jahre 1935 von MAN gebaut wurde (insgesamt 11 Exemplare), erhielt den Namen 1a/LaS 100 ( später Panzer II 1a ). Bei der Wehrmacht war es üblich die Serienmodelle mit Großbuchstaben und die Vorserienmodelle mit Kleinbuchstaben zu benennen, daher der Name 1a. Der 130 PS starke Maybach-Sechszylinder-Reihenmotor HL 57 trieb den 7,5 Tonnen schweren Panzer an. Die Ausführung 1a hatte eine 14,5 mm starke Panzerung und hatte die 2-cm-KwK 30/L55 (sie wurde 1930 eingeführt, daher 30) als Hauptbewaffnung.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung a2

Nur einige Änderungen im Motorbereich unterschieden den Panzer II a2 von seinem Vorgänger. Er wurde 1935 von MAN genau 25 mal gebaut.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung a3

Dies Mal wurde die Kühlung und die Aufhängung des im Jahre 1936 gebauten (50 Stück) Panzers überarbeitet.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung b

Der Panzer II b ( 2/LaS 100 ) verwarf erstmals den runden Bug durch einen eckigen. Die 140 PS des neuen Maybachmotors verschafften seinen 7,9 t nun Vortrieb. Zwischen 1936 und 1937 wurden insgesamt 100 Exemplare gebaut.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung c

Mit der letzten Vorserienversion wurde das Fahrwerk geändert. So verfügten sie jetzt 5 große Laufrollen, die an viertelelliptischen Federn hingen. Dieses Fahrwerk sollte auch für alle folgenden Baureihen des Panzer II gelten. Mit dieser Modifikation brachte der Panzer nun 8,9 t auf die Waage.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung A

Die Serienproduktion begann 1937. Der Panzer II Ausf. A (4/LaS) unterschied sich aber nur durch ein geändertes Visier von seinem Vorgänger.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung B

Zwischen 1937 und 1938 wurde die etwas überarbeitete Ausführung B in Dienst gestellt.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung C

Mit einem neuen Visier, dass den Fahrer noch mehr schützte, wurde ab 1938 die Ausführung C in Dienst gestellt.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung D+E

1938 erhielt Daimler-Benz den Auftrag eine schnelle Version des Panzer II zu bauen, dies stellte eine radikale Abkehr von den Vorgängern dar. Sie sollten die klassische Aufklärerrolle in den 4 leichten Divisionen übernehmen. Beide erhielten einen völlig neuen Aufbau, der dem Panzer III ähnelte ( Daimler-Benz baute zur selben Zeit den Panzer III ). Um die Geschwindigkeit zu steigern wurden die Ketten vergrößert und erhielten eine neue Drehstabfederung. Dies ermöglichte eine Geschwindigkeit von 56km/h. Beide Versionen stellten sich aber als Enttäuschung raus, da die Fahrleistungen im Gelände mehr als schlecht waren. Zwischen 1938 und 1939 wurden ca. 250 Stück gebaut und in Dienst gestellt.

Ausführung F

Nach einer längeren Pause wurde die Weiterentwicklung des Panzer II erst im März 1941 wieder aufgenommen. Die Konstrukteure griffen dabei auf die Erfahrungen aus dem Norwegen- und Frankreichfeldzug zurück. Die Frontpanzerung bestand nun aus einer 35 mm Platte und die Seitenpanzerung wurde auf 30 mm angehoben. Mit seinem 9,5 Tonnen erreichte der Panzer eine Geschwindigkeit von 40 km/h.

Die Version F profitierte von der Entscheidung Hitlers im Sommer 1941. Hitler wollte die Panzerdivisionen auf 36 aufstocken. Der Panzer II war billig und konnte schnell gebaut werden, was entschieden einfacher war, als ein neues Modell zu entwickeln und damit einen Produktionsrückgang zu riskieren. 1941 baute man insgesamt 233 Panzer I Ausf. F, obwohl sie kaum noch Fronttauglich waren.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung G + J

1942 folgten die letzten Ausführungen des Panzer II ihren Vorgängern. Der größte Unterschied war ein zusätzlicher Stauraum hinten am Turm. Von beiden Versionen wurden insgesamt 306 Exemplare gebaut. Es stellte sich aber raus das 1942 selbst die modernsten Panzer II den Anforderungen eines Krieges nicht mehr gewachsen waren. Die neuen sowjetischen Panzer konnten selbst unter den besten Voraussetzungen nicht gestoppt werden. Die Panzer II wurden nur noch mit Aufklärungsmissionen betraut.

Ausführung L

Die Version "L", auch "Panzerspähwagen II Luchs" genannt, ist unter Spähpanzer/Deutschland zu finden.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/deutschland/panzerii/panzerii.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 27. November 2014, 00:50 Uhr
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