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Panzer III (Sdkfz 141, 141/1, 141/2)

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Panzer III wurde 1935 in Auftrag gegeben. Ende 1936 gab es die ersten ausgedehnten Erprobungen mit vier Prototypen von MAN, Krupp, Daimler-Benz und Rheinmetall-Borsig auf den Versuchsgeländen Kummersdorf und Ulm. Nach diesen ausgiebigen Tests wurde das Modell von Daimler-Benz ausgewählt. Nach den Vorserien (A-E) kam 1939 die erste echte Serienversion in den Dienst (F). Allerdings war der Panzer III anfangs in Anbetracht seiner Gegner eher schlecht bewaffnet. Er erhielt in den ersten Versionen nur eine kurze 3,7 cm Kanone. Erst ab der Version G (1941-1942) wurde diese durch eine 5-cm-Kanone ersetzt, die die nötige Leistung hatte, um seinen Feinden Herr zu werden. Auch in früheren Exemplaren kam sie schon zum Einsatz, die Kanone war aber nicht in ausreichenden Stückzahlen verfügbar, sodass nur wenige frühe Exemplare in den Genuss dieser Waffe kamen. In der Version J wurde die Leistung der Waffe noch einmal durch ein verlängertes Kanonenrohr (L60) verbessert, allerdings erst nach 1549 Exemplaren. Die letzte Ausführung N (im Volksmund auch Sturmpanzer III genannt), erhielt die kurze 7,5 cm Kanone aus dem Panzer IV, die zwar keine guten panzerbrechenden Eigenschaften hatte, aber zur Nahunterstützung für die Infanterie nützlich war.

Auch die Panzerung wurde stetig verstärkt, von anfangs 15 mm (A-C), auf 30 mm (D-G), über 30 mm mit aufgeschweißten Zusatzpanzerplatten von 30 mm Stärke (H) bis 50 mm Mehrfachpanzerung (J-N). Man versuchte den Panzer ständig fronttauglich zu halten, aber auch er hatte seine Grenzen, die in den Versionen M und N lagen. Man hatte die Chance verpasst, ihm von Anfang an eine größere Kanone und stärkere Panzerung zu geben. Somit lief er der "Konkurrenz" hinterher, mit Ausnahme der Zeit als die Ausführung J mit der langen 5-cm-Kanone ihren Dienst versah. In einer kurzen Phase war der Panzer III den alliierten Panzern mindestens ebenbürtig bis überlegen. Alles in allem war er jedoch eine gelungene Konstruktion, die zuverlässig und recht kampfstark war. Von 1941 bis 1943 stützte die Wehrmacht sich hauptsächlich auf diesen Panzer. Ab Ende 1943 zog die Wehrmacht den inzwischen völlig unterlegenen Panzer von der Front ab, wenn auch nie vollständig. Die ausgemusterten Panzer wurden zu Ausbildungszwecken und für die Sicherung der besetzten Gebiete weiter genutzt. 1943 lief die Produktion aus, um die Kapazitäten für den Panzer IV und das schneller zu bauende StuG III nutzten zu können. Vom Panzer III wurden insgesamt 6123 Stück gebaut, die bis auf 200 Exemplare alle ausgeliefert wurden. Die Serienfahrzeuge wurden von September 1939 bis August 1943 hergestellt.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung A

Das Heereswaffenamt erteilte 1935 verschiedenen Rüstungsfirmen den Auftrag, einen mittelschweren Panzer von 15 Tonnen zu entwickeln. Er erhielt den Tarnnamen "Zugführerwagen", was auf ein nicht gepanzertes Fahrzeug hinweisen sollte. Ende 1936 gab es die ersten ausgedehnten Erprobungen mit vier Prototypen von MAN, Krupp, Daimler-Benz und Rheinmetall-Borsig auf den Versuchsgeländen Kummersdorf und Ulm. Nach diesen ausgiebigen Tests wurde das Modell von Daimler-Benz ausgewählt.

Es wurden 10 Vorserienfahrzeuge unter der Bezeichnung 1/ZW gebaut (die Fahrzeuge wurden später in Panzer III Ausf. A umbenannt). Diese Panzer erhielten eine 3,7 cm Kanone und wurden zur Erprobung von verschiedenen Fahrwerken verwendet. Alle Fahrzeuge der Ausf. A wurden in Polen unter Gefechtsbedingungen erprobt und vor dem Westfeldzug ausgemustert.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung B

Der Panzer III Ausf. B (2/ZW) erschien im Jahre 1937. Daimler-Benz überarbeitete lediglich das Chassis, weswegen er starke Ähnlichkeiten mit der Ausf. A hatte. Das Fahrwerk wurde um drei Rollen erweitert, womit nun auf jeder Seite acht Doppel-Rollen ihren Dienst taten. Zusätzlich hingen sie jetzt an zwei halbelliptischen Blattfedern. Die neue Ausführung erhielt je Seite ein drittes Stützrad für die Kette. Diese Änderungen betrafen aufgrund der Tests mit den Panzern die Ausf. A, allerdings hatten sich die Fahrleistungen nur unwesentlich gegenüber der ersten Version geändert. Um das Geweicht von 15 Tonnen halten zu können, wurde kurzerhand der Munitionsvorrat von 150 auf 121 Schuss verringert. Wie die Ausführung A wurden auch sie im Polenfeldzug getestet und noch vor den Westfeldzug ausrangiert.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung C

Die 15 Exemplare dieser Ausführung wurden zwischen Anfang 1937 und Januar 1938 gebaut. Auch sie erhielten anfangs eine Tarnbezeichnung, in diesem Fall 3/ZW. Diesen Panzer unterschied wieder nur das Fahrwerk von seinen Vorgängern. Daimler-Benz baute jetzt 3 halbelliptische Blattfedern ein, was das Gewicht nun auf 16 Tonnen steigerte. Da diesmal der Munitionsvorrat nicht verringert wurde, belastete das höhere Gewicht die Fahrleistungen. Die Reichweite verringerte sich auf nur noch 105 Kilometer. Dieser Panzer wurde ebenfalls nur in Polen eingesetzt.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung D

Diese Ausführung wurde zwischen Januar und Juli 1938 gebaut. Die Panzerung wurde stellenweise auf 30 mm erhöht, was zu einer erheblichen Gewichtszunahme auf insgesamt 19,3 Tonnen führte. Weitere Änderungen betrafen wieder das Fahrwerk, wenn auch nur geringfügig. Außerdem wurde der Treibstoff (300 Liter) nun in vier statt nur einem Behälter transportiert. Diese Panzer III waren die ersten die nicht nur in Polen, sondern auch in Norwegen im Rahmen der Operation "Weserübung" zum Einsatz kamen.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung E

Die Ausführung E, die letzte Vorserienversion, entstand zwischen Dezember 1938 und Oktober 1939. Von dieser Version wurden 96 Stück produziert, die als Experimentalfahrzeuge zur Wehrmacht kamen. Es wurden weitreichende Änderungen vorgenommen, so wurde z. B. ein stärkerer Motor eingebaut, der Maybach HL 120 TR. Des Weiteren erhielt die Ausf. E ein neues Getriebe. Das Fahrwerk wurde wiederum stark überarbeitet. Es hatte jetzt nur noch sechs Doppel-Laufrollen, die einzeln an querliegenden Federstäben aufgehängt waren. Dieses Modell nahm von 1940 bis Ende 1942 am Krieg teil und kämpfte im Westen, in der Sowjetunion und in Nordafrika.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung F

Die Ende 1939 in Dienst gestellte Ausführung F, gebaut zwischen September 1939 und Juli 1940, war die erste echte Serienversion. In diesen 11 Monaten wurden 435 Exemplare gebaut. Obwohl dem Heereswaffenamt klar war, dass die 3,7-cm-Kanone ersetzt werden musste, da sie in Polen, aber vor allem in Frankreich einfach nicht genügte, um feindlichen Panzer zu zerstören, wurde sie trotzdem in die Ausführung F eingebaut, da das Oberkommando die Produktion nicht so lange unterbrechen wollte. Er konnte sich zwar in Polen gut behaupten, doch war seine Feuerkraft der Panzerung der schweren französischen Panzer wie der des Char B1 nicht gewachsen. Er musste einfach zu nah heran, um wirkungsvoll zu sein. Allerdings bekamen die letzten 100 Panzer doch noch die 5 cm Kanone.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung G

Zum ersten Mal kam die stärkere 5-cm-Kanone in der Ausführung G zum Einsatz (nur die ersten 50 mussten noch mit der kleineren 3,7-cm-Kanone auskommen). Auch viele der älteren Modelle (A - F) wurden im Winter 1941-1942 nachträglich auf diese Kanone umgerüstet, um sie den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Die Ausführung G wurde zwischen April 1940 und Februar 1941 450 mal gebaut.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung H

Nach dem Westfeldzug stellte sich heraus, dass die Panzerung nicht angemessen war. So schweißte die Wehrmacht kurzerhand 30-mm-Panzerplatten an die vorhandene Bug- und Turmpanzerung, die ja schon 30 mm betrug. Durch diese Maßnahme stieg das Gewicht auf 21,6 Tonnen. Der Panzer hatte nun ein Drittel seines ursprünglichen Gewichtes mehr zu tragen, deshalb musste das Laufwerk wieder verändert werden. So sollten verbreiterte Ketten dem erhöhten Bodendruck entgegen wirken.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung J

Die mit 2516 Fahrzeugen meistgebaute Ausführung erhielt eine verbesserte Panzerung und eine neue Kanone. Die Panzerung bestand jetzt aus einer einteiligen 50-mm-Panzerung, was den Schutz verbesserte. Die neue 5 cm KwK 39L/60 (das Rohr wurde auf 60 Kaliberlängen verlängert) erhielten erst die späteren Modelle dieser Ausführung. Obwohl die Munition wieder verringert wurde, 84 anstatt 99 Schuss, stieg das Gewicht auf 22,3 Tonnen. Während der siebzehnmonatigen Produktionszeit von März 1941 bis Juli 1942 lag der Ausstoß bei etwa 148 Stück pro Monat. Ab diesem Modell erhielt der Panzer III die Bezeichnung Sdkfz 141/1.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung J (Sonderausführung)

Als Hitler, der sich sehr für die Bewaffnung der Panzer interessierte, die neue lange 5-cm-Kanone/L60 sah, ordnete er den Einbau der Kanonen in den Panzer III an. Das Heereswaffenamt aber ignorierte diese Anweisung, da es mit der Leistung der L45-Kanone zufrieden war. Als Hitler auf seiner Geburtstagsparade im April 1941 den Panzer III mit der langen 5-cm-Kanone nicht entdecken konnte, forderte er die sofortige Ausrüstung der Panzer und das zur rechten Zeit. Als die ersten Panzer Anfang 1942 auf dem Schlachtfeld erschienen, zeigte sich, dass die kurze 5-cm-Kanone nicht mehr ausreichte. In Afrika konnten Panzer III mit ihrer L60 alliierte Panzer, sogar größere, vernichten, ohne in deren Schussreichweite zu kommen. Die Alliierten bezeichneten die Ausführung mit der langen Kanone als "Sonderausführung". Eigentlich war sie bis auf die Kanone identisch. Die verlängerte Kanone zeigte sich als wesentlich schlagkräftiger und genauer als die kurze Version. Es wurden insgesamt 1067 Stück produziert.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung L

Man merkte recht schnell, dass die neue Kanone den Panzer ziemlich kopflastig machte, deshalb wurde das Laufwerk leicht modifiziert. Der Schutz wurde wieder verbessert, indem eine Mehrfachpanzerung die vorher benutzte homogene Panzerung ersetzte. Die einzigen Maßnahmen, die in Frage kamen, um das Gewicht zu reduzieren, war wieder eine Kürzung der Munition von 84 auf 78 Schuss - nur etwas mehr als die ursprüngliche Munition der Ausführung A. Von der Version L wurden von Juni bis Dezember 1942 insgesamt 703 Stück gebaut.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung M

Nach dem Einfall in die Sowjetunion, wurden in der Roten Armee vermehrt Panzerbüchsen vom Typ PTRS-41 und PTRD eingeführt. Die Leistung der 14,5mm Projektile reichte aus um an der empfindlichen Seite des Laufwerkes die Panzerung zu durchschlagen. Die M-Version hatte daher als erster Panzer III seitliche Schürzen, um die Panzerung im Bereich der Ketten und Laufräder vor Panzerbüchsen zu schützen. Desweiteren wurden Nebelkerzenwerfer am Turm angebracht. Ansonsten wurden nur leichte Veränderungen zur einfacheren Produktion vorgenommen. Die Ausführung M wurden zwischen Oktober 1942 und Februar 1943 292 mal gebaut, im Schnitt 58 Fahrzeuge pro Monat.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung N

Die auch als Sturmpanzer III bekannte Version N (Sdkfz 141/2) war auch die letzte Version des Panzer III. Sie erhielt die kurze 7,5-cm-Kanone, die schon 1942 im Panzer IV eingebaut war. Die Kanone hatte eine schlechte panzerbrechende Wirkung, weshalb der Panzer als Nahunterstützung mit schwerem Feuer für die Infanterie eingesetzt wurde. Daher rührte auch der Spitzname. Es wurden 666 Panzer III Ausführung N gebaut. Anhand der Produktionszahlen im Jahre 1943 ist ersichtlich, dass der Panzer kaum noch von Bedeutung war, weil stärkere Panzer ihn ersetzten. Deshalb wurden in den letzten acht Monaten des Jahres 1943 nur noch 219 Stück gebaut.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/deutschland/panzeriii/panzeriii.htm
Gedruckt am: Sonntag, 19. November 2017, 17:03 Uhr
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