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Panzer V Panther (Sdkfz 171)

Die elegante Formgebung kommt hier gut zur Geltung.

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Den Ursprung hatte der Panther, wie der Tiger auch, bei den frühen Prototypen VK3001, VK3002 von Daimler-Benz und MAN sowie den Durchwagen 1 & 2 von Henschel. Nach der ersten Begegnung mit dem T-34 wurden die Arbeiten schnell vorangetrieben und am 5. Juli 1943 standen die ersten Panther bei der Operation Zitadelle dem Feind gegenüber. Viele fielen aufgrund von Konstruktionsmängeln aus. Die Fehler wurden bei der zweiten und dritten Ausführung zum größten Teil ausgemerzt. Der Panther war einer der besten Panzer die das Schlachtfeld je gesehen haben sollte. Seine starke Kanone von nahezu 90%iger Trefferquote auf 1000 m, seine Geschwindigkeit und Geländegängigkeit und die abgeschrägte Panzerung verhalfen ihm dazu. Die ersten beiden Modelle hatten zwar eine Schussfalle am Turm, die aber bei der Ausf. G ausgebessert wurde. Die Wehrmacht stützte sich zunehmend auf diesen Panzer, der sogar das alte Arbeitstier, den Panzer IV, ablöste.

Sein erstaunlichster Einsatz war während der Ardennenoffensive, als ein paar Panther mit Blechen und Farbe dem M-10 nachempfunden wurden. Zusammen mit ein paar erbeuteten M-10 sollten sie Verwirrung im amerikanischen Hinterland stiften. Nachdem sie enttarnt wurden, kämpften sie gegen eine Übermacht und wurden alle vernichtet. Trotz seiner Kampfkraft blieb sein Ruf immer im Schatten von den schwereren Panzer wie dem Tiger oder Königstiger. Insgesamt war der Panther der wohl beste Panzer der deutschen Panzertruppe, wenn auch mit Anfangsschwierigkeiten.

Erste Entwicklungen

Nach 1935 hatte man das Projekt eines schweren Panzers mit viel Gleichgültigkeit vorangetrieben, da man mit dem Potential der, in Entwicklung steckenden, Panzer III und IV völlig zu Frieden war und es für unnötig hielt einen schwereren Panzer zu entwickeln. Der erste Prototyp, der VK3001, wurde erst 1938 fertiggestellt. Im selben Jahr entwickelte auch Henschel einen schweren 30 t Panzer. Dieser als Durchwagen (DW1) bezeichnete Panzer, war seiner Zeit weit voraus. Er besaß große versetzte Laufrollen und gab damit das Standard-Laufwerk mit kleinen Laufrollen und Stützrollen für die Kette auf. Es zeigte sich, dass die Laufrollen eine höhere Lebensdauer hatten und der Geschwindigkeit zu gute kamen. Henschel war mit dem Potential zufrieden und konstruierte nun einen 35 t Panzer, den Durchwagen 2 (DW2). Er hatte einen 300 PS Vergasermotor von Maybach und die kurze 7,5cm Kanone L/24. Henschel baute bis 1940 8 dieser Prototypen, deren Entwicklung aber nicht weiter vorangetrieben wurde. Aus diesen drei Prototypenmodellen gingen schließlich der Panther und der Tiger hervor.

Als am 4. Oktober die 4. Panzerdivision bei Mtensk in der nähe von Orel von einem neuen sowjetischen Panzer, dem T-34, übel zugerichtet wurde, verlangte General Guderian eine sofortige Untersuchung. Der erste Bericht lag am 25. Oktober vor, in ihm wurden die drei Faktoren der Überlegenheit des neuen Panzers deutlich, er hatte große Laufrollen und somit eine höhere Geschwindigkeit, eine lange über der Wanne herausragende Kanone mit langem Lauf und eine abgerundete Panzerung. All diese Eigenschaften hatte bis dato kein deutscher Panzer vorzuweisen.

Der offizielle Auftrag vom Herreswaffenamt im Januar 1942 zur Entwicklung eines 30 t Panzers ging an Daimler-Benz und MAN. Während der Entwicklung flossen auch die Forderungen der Panzerkommission vom 25. November 1941 ein. Der Prototyp von Daimler-Benz (VK3002 Daimler-Benz) hatte viele Gemeinsamkeiten mit dem T-34, denn er war fast ein genauer Nachbau. Er sollte ebenfalls einen Dieselmotor bekomme, was dem Spritverbrauch sicherlich zu gute gekommen wäre. Außerdem wäre er schneller und leichter zu produzieren gewesen. Die Panther-Kommission, wie sie inzwischen hieß, entschied sich für die konventionellere und rein deutsche Entwicklung von MAN (VK3002 MAN).

Der VK3002 (MAN) hatte ein 650 PS Motor, eine lange 7,5cm Kanone und versetzte große Laufrollen mit Drehstabfederung sowie eine abgeschrägte Panzerung. Dieser Prototyp erhielt den inoffiziellen Beinamen Panther. Aufgrund der schnellen Entwicklung kam der Panzer auf 43 t, anstatt der geplanten 35 t.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung D

Der nun offiziell heißende Panther kam im November 1942 als Ausf. D bei MAN in die Serienfertigung. Für die Serienfertigung wurde das stärkere Getriebe AK7-200 und ein 700 PS Motor eingebaut. Allerdings waren nicht alle Kinderkrankheiten behoben. So stellte sich im Gefecht heraus, dass die Achsen brachen, die Motoren Feuer fingen, Ketten rissen und noch ein paar andere Kleinigkeiten nicht zufriedenstellend gelöst waren. Trotzdem wurde ein monatlicher Ausstoß von 250 Stück geplant, sehr viel für ein neues Modell. Da die Kapazität bei MAN nicht genügte stiegen im Frühjahr 1943 auch Henschel, Daimler-Benz und MNH in die Produktion ein.

Die Ausf. D hatte die 7,5cm-KwK 42 L/70 sowie ein 7,92mm MG im Turm. Später wurde ein Bug-MG zusätzlich eingebaut. Die Panzerung betrug zwischen 100 mm und 80 mm bei der Front. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 46 km/h und einer Reichweite von 177 km.

Im Juli 1943 befahl Hitler die Produktion der Ausf. D aufgrund der Mängel einzustellen und so wurden nur noch die schon angefangenen Panzer fertiggestellt.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung A

Die Ausf. D wurde aufgrund der Frontuntauglichkeit weiterentwickelt und als Ausf. A in Dienst gestellt. Die auffälligste Änderung war das nun standardmäßige Bug-MG mit Kugelblende zur Nahverteidigung und stärkeren Laufrollen, um der Überforderung des Laufwerks entgegenzuwirken. Die Kuppel wurde nun gegossen was dem Kommandanten mehr schützte und ein größeres Sichtfeld bescherte. Im Herbst 1943 wurden einige Kleinigkeiten am Getriebe geändert um der Kraft des 700 PS Motors standzuhalten. Außerdem wurden weitere Kühlwasserleitungen eingebaut und auf die wasserdichte Versiegelung verzichtet. Ab September 1943 wurde die anti-magnetische Zimmeritpaste aufgetragen, um gegen Haftminen zu schützen. Ein Jahr später fiel sie dem Rotstift zum Opfer. In den Jahren 1943-44 bauten die Werke insgesamt 1768 Panther Ausf. A.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Ausführung G

In der Ausf. G, die im Februar 1944 erschien, wurden einige Merkmale, die für die Serienversion des Jagdpanthers nötig waren, realisiert. Die senkrechten Platten wurden durch eine steiler abgeschrägte Panzerung, die von 40 mm auf 50 mm verstärkt wurde, ersetzt. Durch diese Maßnahme wurde nicht nur der Panzerschutz erhöht sondern auch mehr Platz im Innenraum geschaffen wodurch der Munitionsvorrat um 3 Schuss auf 82 Schuss erhöht werden konnte. Die Luke für den Fahrer wurde nun komplett weggelassen, er verwendete stattdessen die beweglichen Winkelspiegel. Außerdem wurde durch diese Modifikationen die Herstellung vereinfacht. Im Frühjahr 1944 beteiligte sich auch Demag an der Produktion des Panthers. Mitte 1944 wurde eine neue Walzenblende verbaut. Die Erfahrungen von der Front zeigten ,das die halbrunde Walzenblende im ungünstigsten Fall die Schüsse auf das Wannedach oder den Turmkranz ablenkte. Deshalb wurde eine neue Walzenblende entworfen und sofort verbaut. Am unteren Ende der Blende wurde ein senkrecht stehender Rand eingefügt. Diese geringfügige Modifikation stellte sich als große Verbesserung raus. Im August 1944 wurde der Höhepunkt mit 155 hergestellten Panthern erzielt. Danach sackte die Zahl immer tiefer, aufgrund der Bombardierungen der Alliierten und der zunehmenden Materialknappheit. 1945 lag der monatliche Ausstoß bei 25 Panzer pro Monat. Die letzte Änderung betraf nur die letzten Panther, die bekamen nämlich Ganzstahllaufrollen die eine längere Lebensdauer hatten. Diese Ausführung wurde bis zur Kapitulation weitergebaut.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/deutschland/panzerv/panzerv.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 11. März 2010, 19:30 Uhr
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