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Light Tank Mk I Vickers

Vickers Light Tank

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Die Vickers Light Tanks hatten ihren Ursprung in einer Reihe von Tanketten, die von Carden-Loyd in den 20er-Jahren entworfen und gebaut wurden: Der Carden-Loyd Mk VIII diente als Vorlage für den Vickers Light Tank Mk I. Nur wenige dieser sehr innovativen Fahrzeuge wurden gebaut und an die Armee verteilt, aber sie gaben einen guten Einblick in das, was für spätere Modelle gefordert wurde. Der Mk I hatte eine 2-Mann-Besatzung und einen kleinen Turm für ein 7,7-mm-MG.

Der Mk I führte über den Light Tank Mk IA (verbesserte Panzerung) zum Light Tank Mk II (andere Aufhängung und besserer Turm), der 1930 auftrat, und dieser wiederum bildete die Grundlage für kommende Versionen bis hin zum Light Tank Mk VI. Alle Panzer benutzten einen einfachen Turm mit genieteter Panzerung, die eine Stärke von 10 bis 15 mm besaß. Vom Light Tank Mk V an, wurde der Turm vergrößert, sodass er zwei Mann aufnehmen konnte, das erhöhte die Besatzung auf nun 3 Mann.

Das selbe Modell sah auch die Einführung eines 12,7 mm MG neben der ursprünglichen 7,7 mm Waffe. Natürlich gab es Änderungen zwischen den verschiedenen Modellen: z.B. war der Light Tank Mk IV der erste, der die Panzerplatten als Stütze für das Fahrgestell benutzte und nicht auf andere Weise rundherum. Änderungen wurden auch an der Aufhängung vorgenommen um die Leistungen im Gelände zu verbessern. Mit dem Mk VI erreichten die leichten Panzer den Gipfel ihrer Entwicklung und wurden wendige Fahrzeuge, die im Gelände eine beachtliche Geschwindigkeit erreichten.

Sie wurden weiter aufgerüstet, bis der Light Tank Mk VI c ein schweres 15 mm MG im Turm hatte. Alle Arten von Veränderungen bis hin zu Motorkühlung und Sichtgeräten wurden auch bei diesem späten Modell eingeführt, und sogar das MG wurde zugunsten des neuen 7,92 mm MG tschechischen Ursprungs vom Typ Besa verwendet.

Einsatz

Die Vickers Light Tanks fanden während der 30er Jahre und in den ersten Kriegsjahren einen weiten Einsatz. Viele der frühen Modelle wurden in Indien und für Polizeiaufgaben im Empire eingesetzt, bei denen sie sich für sehr geeignet erwiesen. Jedoch bei Einsätzen während der ersten Feldzüge des 2. Weltkrieges waren sie praktisch nutzlos. Ihre Hauptnachteile bestanden in der dünnen Panzerung, die schon von kleinkalibrigen Paks durchdrungen werden konnte, und dem Fehlen einer Waffe, die schwerer als ein MG war. In Frankreich wurden sie 1941 häufig fälschlicherweise als Kampfpanzer eingesetzt und versagten dabei kläglich, da sie nur als Aufklärungsfahrzeuge geeignet waren. Der Mangel an Panzer 1940hatte aber zur Folge, dass sie in den Kampf mit den deutschen Panzern geschickt wurden.

Die Light Tanks blieben in den Wüstenfeldzügen in Nordafrika noch eine gewisse Zeit im Einsatz, bis Ersatz kam. Zurück im UK wurden die späteren Modelle häufig für Versuche benutzt. Einer davon war, einige der sonst ungenutzten Fahrzeuge in Luftabwehrpanzer umzuwandeln, indem man entweder vier 7,92 mm oder zwei 15 mm MGs aufsetzte. Die Umrüstungen brachten wenig Nutzen. Weiter Versuche, eine 2 Pfünder Pak (40 mm) in einen vergrößerten Turm einzusetzen, wurden ohne Erfolg abgebrochen.

Überraschend genug ist, dass die Deutschen in Frankreich glücklich waren die aufgetriebenen Light Tanks einsetzen zu können, zwar nicht als Kampfpanzer, aber als Träger für verschiedene Paks. Man nimmt aber an, dass nur eine kleine Zahl derart verwendet wurde.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [fm]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/england/vickers/vickers.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:31 Uhr
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