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BT-5

Eine Ansicht eines BT-5 mit Funkanlage. Zu erkennen an der umläufigen Antenne am Turm.

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Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der BT-5 stellte im groben Sinne nur eine etwas verbesserte Abart des BT-2 dar. So erhielt er einen neuen Turm mit einer stärkeren 45-mm Kanone. Zwischen 1933 und 1934 wurden 1884 BT-5 gebaut. Bereits 1934 wurde er in der Produktion vom BT-7 abgelöst. Er nahm an vielen Kämpfen teil, so war er in Spanien im Einsatz, wo er gegen die deutschen und italienischen Muster mit seiner 45-mm Kanone leichtes Spiel hatte. Bei den Kämpfen um Chalchin-Gol kämpfte er zusammen mit seinem Nachfolger, dem BT-7, gegen die Japaner.

Der BT-5 war ein sehr schnelles Fahrzeug, daher auch der Name Bystrokhodny tankov (= schneller Panzer). So erreichte er auf der Straße 72 km/h, und zwar auf Rädern. Aufgrund seines Christi-Laufwerkes konnte er ohne Ketten fahren. Dabei dienten die beiden hinteren Räder als Antrieb, während die vorderen zwei schwenkbar waren, um das Fahrzeug lenken zu können. Eine Umstellung auf Radantrieb dauerte ca. 30 Minuten. Aber auch mit Kettenantrieb erreichte der Panzer 52 km/h.

Viele BT-5 wurden während der Kämpfe bei der Invasion der Sowjetunion vernichtet. Dem Panzer wurde inzwischen seine geringe Panzerung zum Verhängnis. Sie betrug maximal 13 mm an der Wannenfront und an der Turmstirnfront. Die Panzerung wurde nur genietet, was sich bei Beschuss ungünstig auswirkte. So konnte die Platte regelrecht auseinander gerissen werden.

Aufgrund der taktischen Lage der Sowjetunion konnte er seinen größten Vorteil, seine Geschwindigkeit, nur selten einsetzen.

Der BT-5 wurde bis Kriegsende eingesetzt. So wurde eine nicht unbedeutende Anzahl beim Angriff auf Japan verwendet. Dort hatte er leichteres Spiel mit den schwächeren japanischen Panzern und Panzerabwehrwaffen.

Entwicklung

Der BT-5 stellt eine Weiterentwicklung des BT-2 dar. So wurde ein neuer Turm installiert. In diesem wurde eine neue Kanone eingesetzt, anstatt der 37-mm Kanone des BT-2 wurde nun eine stärkere 45-mm Kanone eingesetzt.

Einige Panzer wurden nun mit einer Funkanlage ausgerüstet. Die Antenne wurde dabei rund um den Turm angebracht. Aufgrund der Größe der Funkanlage musste der Munitionsvorrat der Hauptbewaffnung auf 72 Schuss reduziert werden.

Während der Bauzeit wurde noch ein neuer geschweißter Turm eingeführt und die Laufräder durch leichtere ersetzt.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/sowjetunion/bt-5/bt-5.htm
Gedruckt am: Sonntag, 24. September 2017, 21:32 Uhr
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