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KV-2

Ein KV-2 Panzer im Gelände.

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Der KV-2 war ein richtiger Brocken. Ursprünglich nur dazu gedacht gegen Bunker und Befestigungen zu kämpfen, stellte er auch für die deutschen Panzer ein großes Hindernis da. Seine große Erscheinung verdankte er dem Turm, da der Rest komplett vom KV-1 übernommen wurde.

Der Turm beherbergte eine große 152-mm-Haubitze. Sie konnte jeden damaligen Panzer ohne Probleme vernichten. Leider war ihr Munitionsvorrat extrem beschränkt, auf nur 36 Schuss. Auch mußte er auf komplett ebenem Boden stehen, um den gewaltigen Turm überhaupt drehen zu können.

Dieses Ungetüm hatte aber ein großes Problem, es hatte dieselben Kinderkrankheiten wie der KV-1. Viele blieben aufgrund technischer Probleme liegen. Nach nur 334 produzierten Panzern musste die Produktion im Oktober 1941 aufgrund des deutschen Vormarsches eingestellt werden.

Im Nachhinein stellte dieses Monstrum eine Fehlentwicklung da. Es war weder Sturmgeschütz, noch Panzer oder gar Panzerhaubitze. Keine der Panzerarten wurde es komplett gerecht. Für einen Panzer zu unbeweglich, als Sturmgeschütz zu riesig und als Panzerhaubitze fehlte es an Einrichtungen für indirektes schießen.

Entwicklung

Als der KV-1 akzeptiert wurde, kämpfte er im Winterkrieg. Während des Konfliktes forderte das Oberkommando einen Kampfpanzer mit stärkerer Bewaffnung. Dieser Panzer sollte feindliche Bunker und Befestigungen zerstören können. Der KV-1 als Plattform war ideal. Nach nur zwei Wochen konnte das Projekt bereits abgeschlossen werden. Die Bewaffnung bildete eine 152-mm-Haubitze Mod. 1909/1930 (später durch die M10 Model 1938/1940 ersetzt). Der Turm, der diese große Haubitze beherbergte, wurde MT-1 genannt.

Schon am 10. Februar 1940 konnten die ersten Tests beginnen. Obwohl ein paar KV-2 an die finnische Front geschickt wurden, nahmen sie nicht an den Kämpfen teil. Ein zusätzliches MG wurde hinten in den Turm eingebaut, um ihn vor Infanterieangriffen von hinten schützen zu können. Es wurde aber nicht nur die 152 mm Haubitze M10 getestet. Ebenfalls wurde die 107 mm ZIS-6 in den Turm eingebaut. Diese Kanone sollte für die späteren schweren Panzer dienen. Allerdings schlugen die Tests fehl und so kam sie nicht zur Einführung. Auch die 85-mm-Kanone F-39 wurde getestet, über die Resultate ist allerdings nichts bekannt.

Um Verwechslungen zu vermeiden wurde der seit 1940 produzierte Panzer 1941 in KV-2 umgenannt. Vorher wurde er KV-1 vom "großen" Bruder dadurch unterschieden, das man ihn einen einfach "KV-1 mit kleinem Turm" nannte und den späteren KV-2 " KV-1 mit großem Turm".

KV-2 A

Er basierte auf dem Standardlaufwerk des ersten KV-1 Modells. Er war ausgerüstet mit der 152-mm-Haubitze. Er besaß einen V12-Dieselmotor mit 550 PS.

KV-2 B

Der KV-2 B hatte das etwas verbesserte Laufwerk der späteren KV-1 Modelle. Er ist äußerlich leicht zu erkennen. Der Turm läuft zum Heck hin spitzer zu und hat auch eine geänderte Walzenblende. Der gesamte Panzer wuchs so auf eine größe von 4,17m an.

Das MG des Fahrers wurde entfernt. Auch die länge der Haubitze wurde verringert.

Insgesamt gesehen war das neue Modell ein Rückschritt. Es wurden nur wenige Panzer dieser Ausführung gebaut.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/sowjetunion/kv-2/kv-2.htm
Gedruckt am: Sonntag, 19. November 2017, 17:06 Uhr
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