Sie sind hier: Startseite » Kampfpanzer » Sowjetunion » JS 2

JS 2

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfasssung (IS-2, IS-2M)

Neben dem legendären T-34 war der Panzer "Josef Stalin 2" sicher einer der bekanntesten russischen Panzer des Zweiten Weltkrieges. Obwohl der JS-2 erst ab der Mitte des Jahres 1944 massiv eingesetzt wurde, hinterließ er einen starken Eindruck: Die Kombination einer sehr starken Kanone, einer dicken Panzerung und einer guten Geländegängigkeit waren die Kennzeichen des JS-2.

Der JS-2 hat seinen Ursprung in der russischen KV-Serie (benannt nach Klimenti Woroschilow), die als schwere Unterstützung für den T-34 vorgesehen war. Bis 1943 wurde der KV-1 zum KV-85 weiterentwickelt (armiert mit der 85-mm Kanone D-5T Modell 1943 L/51,5), der direkte Vorgänger des Josef Stalins 1, der über eine verbessertes Getriebe und eine umgebaute Wanne, aber immer noch über die "schwache" 85-mm Kanone verfügte.

Nachdem nun auch der T-34 dieselbe Kanone erhielt (T-34/85) entschloss man sich eine größere Kanone auf den IS-1 aufzubauen. Zur Auswahl standen die 100-mm KwK D-10T (BS-3) und, auf dem Schiffsgeschütz A-19 basierend, die 122-mm Panzerkanone D-25T Modell 1943 L/43. Obwohl die 100-mm Kanone eine höhere Durchschlagskraft hatte, entschied man sich, angesichts der schon angelaufenen Produktion der 122-mm Kanone, für jene. Die Granaten dieser Kanone konnte aber, auch wenn sie die Panzerung eines feindlichen Panzers nicht durchdringen konnten, den gesamten Turm eines Panzers absprengen.

Diese Kombination wurde im Oktober 1943 in die als "Josef Stalin 2" in die Produktion überführt. Anfang 1944 traten die ersten Panzer im Raum Korsun-Schewtschenkowski auf dem Schlachtfeld auf und bewährten sich sehr gut. Erst am 3. Mai 1944 erfolgte der erste bestätigte Abschuss von vier JS-2 durch das Panzerregiment der Panzergrenadier-Division "Großdeutschland" (u.a. durch zwei Panzer IV auf eine Distanz von 500 Metern).

Dennoch hatte dieser Panzer einige Schwachstellen, dies betraf zum einen die Hauptbewaffnung: Aufgrund des großen Kalibers konnten nur 28 Granaten mitgeführt werden und außerdem wurden Granaten und Kartuschen getrennt gelagert. Dies hatte eine niedrige Feuergeschwindigkeit zur Folge. Zum anderen war die Fahrersichtblende unzureichend gepanzert und stellte damit das bevorzugte Ziel deutscher Pak-Schützen dar. Indem man später die Wannenform modifizierte und einen Winkelspiegel einbaute, konnte man den Panzer zum "JS-2 Modell 1944" verbessern.

Weitere Verbesserungen waren ein verbessertes Zielfernrohr und andere Kleinigkeiten, die zum JS-2M führten. Der JS-2 und seine Modifikationen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in viele Staaten des späteren Warschauer-Paktes exportiert (DDR, Vietnam, China, Nordkorea und sogar Kuba u.v.m.). In der Sowjetunion wurde der JS-2 schrittweise durch den "Josef Stalin 3" ersetzt, blieb aber noch lange in Reserve, die offizielle Außerdienstellung erfolgte erst im Jahre 1995.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [fm]

» Weitere Informationen zum Thema

Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/sowjetunion/stalinii/stalinii.htm
Gedruckt am: Sonntag, 01. August 2010, 01:03 Uhr
© 2001 - 2010 Team Panzer-Archiv

Weitere Informationen

» Suche

 

» Medientipp

Den Westwall halten oder mit dem Westwall untergehen
[Den Westwall halten oder mit dem Westwall untergehen]

» TV-Tipps